Kapitel 13
Kultur-Austausch
Der bi-wöchentliche Kultur-Austausch macht Team-Stimmung, gelebte Werte, wiederkehrende Themen, Best Practices, Bedarfe, Risiken und Massnahmen sichtbar — und leitet sie automatisch dorthin weiter, wo sie bearbeitet werden.
Eine Sitzung, sieben Linsen
Geführt von der Culture Coordinator-Rolle (pro Team), erfasst eine Sitzung in klaren Abschnitten: Team-Puls (Stimmung/Verbundenheit/Belastung), Werte (gelebt & Reibung), Heatmap (wiederkehrende Themen), Best Practices, Entwicklungs-/Wissensbedarfe, Frühwarnsystem (Risiken) und Entscheidungen/Massnahmen. Werte, Risiko-Arten und Zuständigkeiten sind pro Rechtsträger frei konfigurierbar — keine fixen Kategorien.
Erfassen und veröffentlichen
Sitzung starten (alle 2 Wochen, pro Team/Rechtsträger).
Einträge erfassen — Themen & Bedarfe werden mit einem Wissens-Thema verknüpft.
Beim Erfassen zeigt namboOS „Wer kann helfen?“ für das Thema — Träger:innen & Mentor:innen direkt aus der Kompetenzkarte.
Veröffentlichen — die Einträge werden automatisch weitergeleitet (siehe unten) und eine Zusammenfassung erstellt.
Wohin die Einträge fliessen
Beim Veröffentlichen entsteht aus jedem Eintrag ein echter Folgevorgang am richtigen Ort:
- Thema → ein Kaizen-Eintrag (kontinuierliche Verbesserung).
- Entwicklungsbedarf → ein Lernziel, das in der Kompetenzkarte als Entwicklungsfeld erscheint — der Kreis schliesst sich.
- Best Practice → eine Lesson Learned, die zum freigegebenen Wissensartefakt reifen kann.
- Massnahme / Risiko → eine administrative Aufgabe (Risiken mit hoher Priorität), mit Verantwortlichkeit und Frist.
Kultur und Kompetenz, ein Kreislauf
Bedarfe fliessen in die Lücken der Kompetenzkarte, Best Practices in deren „Sofort verfügbar“, und die Karte beantwortet beim Erfassen „Wer kann helfen?“. Beide Sichten teilen eine Themenstruktur.
Datenschutz & Sichtbarkeit
Sensibel, aber menschlich
Puls- und Risikodaten betreffen Mitarbeitende — sie sind nicht teamweit offen wie die Kompetenzkarte, sondern auf Culture Coordinator / Leitung / Qualität beschränkt. Die KI-Zusammenfassung läuft über einen Klientendaten-Filter: personenbezogene Klientendaten erreichen das Modell nie. Interne Personalthemen dürfen bewusst geteilt werden — als agentisch-menschliche Organisation üben wir den offenen, reflektierten Umgang damit.